Braunkehlchen

Whinchat, Saxicola rubetra

Männliches Braunkehlchen (Saxicola rubetra), Anfang April in Griechenland
Männliches Braunkehlchen (Saxicola rubetra), Anfang April in Griechenland

Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) ist ein Singvogel aus der der Familie der Fliegenschnäpper. Durch die Klimaveränderung und den Rückgang der Insekten ist das Braunkehlchen mittlerweile in vielen teilen Deutschlands stark bedroht. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern sind die Bestände dieses Wiesenbrüters noch stabil.

Im April kehren die Braunkehlchen aus den Winterquartieren südlich der Sahara zurück. Sie bevorzugen offene Landschaften mit feuchten Wiesen und niedriger und lückiger Vegetation. Wichtig sind auch Ansitzwarten wie Zäune und Pfähle im Brutrevier.

 

Gesang

Der Gesang der Braunkehlchen besteht aus variablen kurzen Strophen mit rauen und knirschenden aber auch klaren Elementen. Er beginnt etwas abgehackt, endet abrupt und ist auch nachts zu hören.  Der Warnruf besteht aus weichen kurzen Pfeiftönen und schnalzenden Lauten.

Gesang
Warnruf

Karte zur Verbreitung des Braunkehlchens.
Verbreitung des Braunkehlchens.

Verbreitung

Das Braunkehlchen ist in fast ganz Europa verbreitetet. Es fehlt weitgehend als Brutvogel in Westeuropa und ist in Deutschland in seinem Bestand stark gefährdet (Rote Liste 2016). Im Osten Europas und Sibiriens ist die Braunkehlchenpopulation noch stabil. Die Vogelart wird deshalb weltweit in ihrem Bestand als nicht gefährdet eingestuft. Die Rückgänge in Europa hängen eng mit den Veränderungen in der Landwirtschaft zusammen. In Deutschland sind es vor allem frühere Mahdtermine. In Braunkehlchenreviere sollte die erste Mahd erst nach dem 15. Juli, besser noch im August stattfinden. Untersuchungen mit farbberingten Vögeln in Niger haben gezeigt, dass die Populationsrückgänge in Westeuropa nicht auf die Verhältnisse in den Überwinterungsgebieten zurück zu führen sind.

fotografisches

Da das Braunkehlchen ins unseren Breiten nach wie vor stark gefährdet ist, sollte man ihm während der Brutzeit nicht nachstellen. Gute Gelegenheiten können sich jedoch während des Heimzuges ergeben. Ab Mitte April lassen sich in den Wiesen und Feldern oft kleine Zugtrupps entdecken, die man aus dem Auto oder während eines Spaziergangs gut fotografieren kann. Die hier gezeigten Aufnahmen sind alle während der Zugzeit in Griechenland entstanden, dort zeigen sich die Vögel oft wenig scheu.

 

Quellen und Links