Sanderling

Calidris alba

Sanderling (Calidris alba) im Übergangskleid am Strand der helgoländer Düne.
Sanderling (Calidris alba), Helgoland 5/2016

Der Sanderling (Calidris alba) ist ein kleiner Vertreter der Schnepfenvögel. Man findet die auffällig weißen Vögel mit den grau-schwarzen Gefiederelementen während der Zugzeit im Spülsaum an fast allen Stränden der Welt. Dort suchen die Vögel in kleinem Verband mit Artgenossen sehr agil nach Nahrung.

Der Ursprung der Bezeichnung Sanderling ist nicht geklärt, im Englischen wird der selbe Name verwendet.

Merkmale

Die etwa amselgroßen Vögel fallen im Schlichtkleid durch ein weiß-grau-schwarzes Gefieder auf. Auch der kurze Schnabel und die Beine sind schwarz gefärbt. Im Prachtkleid sind Sanderlinge auffällig rotbraun gefärbt. Im voll ausgefärbten Brutkleid sieht man ihn aber selten an mitteleuropäischen Küsten.

Lebensraum

Das Brutgebiet der Sanderling erstreckt sich zirkumpolar über die arktischen Tundren und Inseln. Die Vögel sind Langstreckenzieher. Die Überwinterungsgebiete umfassen alle Küstengebiete bis zur Südspitze von Südamerika, Südafrika, Australien und Neusseeland. Die ostatlantische Zugstrecke führt über Mitteleuropa. An den Stränden der Nordsee überwintern also auch Vögel aus Grönland und dem nordosten Kanadas.

Nahrung

Sanderlinge ernähren sich von kleinen Insekten, Fliegenlarven, Krebsen und Spinnen. Sie nehmen aber auch pflanzliche Kost wie Samen, Blütenknospen und Algen auf. Während der Zugzeit gelegentlich auch Fische und größere Mollusken in Form von Aaas.

Vogelstimmen

Kontakt- und Flugrufe
Reviergesang

Fortpflanzung

Das Gelege besteht aus 3 bis 4 Eiern, es befindet sich in einer Nestmulde, die spärlich mit Pflanzenmaterial ausgelegt ist. Beide Eltern brüten. Es kommt gelegentlich zu Schachtelbruten. Das Weibchen legt ein zweites Gelege, während das Männchen noch das Erste bebrütet. Die Brutzeit beträgt knapp vier Wochen, nach 17 Tagen sind die Jungvögel flügge, nach drei Wochen selbstständig. Ringfunde zeigen, dass die Vögel bis zu 18 Jahre alt werden können.

Bestand

Sanderlinge gelten in ihrem Bestand als nicht gefährdet.

fotografisches

Während der Zugzeit lassen sich die wenigscheuen Vögel leicht an den Sandstränden der Nordessküste fotografieren. Die hier gezeigten Fotos sind auf der Insel Helgoland, am Strand von Texel und an der portugiesischen Algarve entstanden.

Quelle und Links

  • Eintrag zum Sanderling in der Wikipedia.
  • Artikel über den Sanderling im Handbook Birds of the World.
  • Vogelstimmen und Rufe des Sanderling in der Datenbank von xeno-canto.
  • Datenblatt zum Sanderling bei BirdLife International.
  • Aktuelle Beobachtungen zum Sanderling in der Datenbank von naturgucker.de